Pickel – ein Stress-Symptom?

Bekommst du Pickel, wenn du dich unwohl fühlst? Juckt die Haut, wenn du nervös bist? Auch wenn die Psyche nicht hinter jedem Hautausschlag steckt: Stress kann Hautprobleme auslösen.

Ungesunder Lebenswandel, zu viel Sonne, Medikamente oder Alkohol und Nikotin bleiben oft nicht ohne Folgen für ein gesundes Hautbild. Innere Unruhe, Sorgen oder chronische Überbelastung stellen zusätzliche Stressfaktoren dar. Das Resultat: die Haut beschwert sich und macht auf sich mit Rötungen, Trockenheit und Pickel aufmerksam, manchmal sogar mit Hauterkrankungen. Kurz, sie ist gestresst.

Wenn die Haut im Stress ist.

Auch das Wechselspiel von Körper und Seele zeigt sich besonders deutlich auf unserer Haut – emotionale und psychische Konflikte, die wir nicht verarbeiten, können sie krank machen und sogenannte psychosomatische Beschwerden auslösen. Das reicht von unreinem Hautbild über Hautausschläge und Akne bis hin zur gefürchteten Neurodermitis und Psoriasis, von der oft schon Kinder betroffen sind.

“Mehr als 40 Prozent der Neurodermitis-, Psoriasis- und Akneschübe werden von psychisch belastenden Lebensereignissen oder Stresseinflüssen ausgelöst”, betont Dr. Sabine Schwarz, Dermatologin in Wien Meidling. „Gerät man in eine belastende Situation, reagiert unser Nerven-, Hormon- und Immunsystem mit einem Anpassungsmechanismus. Der Körper schüttet vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin aus.“

Hormone setzen Entzündungsprozesse in Gang. Zellen des Immunsystems wandern aus dem Blut ins Gewebe. Und dann kommt das Hormon Cortisol ins Spiel. Es versucht, die durch Adrenalin und Noradrenalin verursachten Entzündungen wieder zurückzufahren. „Gelingt das nicht, sind Pickel, Rötungen, extreme Trockenheit und im schlimmsten Fall schwere Hautausschläge die Folge“, so Dr. Schwarz.

Entspannung für die Haut
Hautirritationen sind also ein Stressindikator. Um das zu verhindern, ist ein gesunder Lebenswandel, seelische Balance und sinnvolle Hautpflege gefragt.

Prüfe deine Pflegeprodukte unbedingt auf ihre Inhaltsstoffe. Substanzen, die die Haut reizen, sollten generell aus dem Kosmetikschrank verbannt werden. Dazu gehören denaturierte Alkohole, Mineralöle (z.B. Paraffin). Aber auch viele künstliche Duftstoffe und Farbstoffe können die Haut reizen und sie empfindlich werden lassen. Vorsicht ist auch bei ätherischen Ölen geboten, sie duften zwar herrlich, haben aber oft ein ausgeprägtes Allergiepotential.
Überfordere deine Haut nicht. Schonende Reinigung mit mildem Reinigungsschaum oder noch besser Blütenwasserauszügen (Hydrolat) aus Kamille, Rosen oder Hamamelis, sind ein Garant, dass sich die Haut beruhigt. Auch wertvolle Hautöle wie Mandel-, Soja- oder Jojobaöl pflegen die Haut sanft und nachhaltig. Vermeide Peelings, sie reizen die gestresste Haut zusätzlich.

Rötungen und Hautunreinheiten verlocken geradezu, mit einer Schicht Make-up kaschiert zu werden. Doch um die Haut nicht noch mehr zu strapazieren, solltest du nur wenig oder gar kein Make-up verwenden.
Gut tun vor allem regenerierende Masken aus der Naturkosmetik (Wirkstoffe aus Gurke, Aloe Vera, Kamille und Hamamelis). Sie sorgen für einen extra Schub Feuchtigkeit und beseitigen Stress-Spuren.  Beliebt sind auch Heilerde-Masken in Kombination mit Zink: Sie trocknen Hautunreinheiten aus.

Was immer gut ist: ausreichender Schlaf. Dabei regeneriert sich die Haut am besten. Eine sanfte und natürliche Einschlafhilfe: gib ein paar Tropfen von ätherischem Lavendelöl auf das Kopfkissen. Beruhigende Düfte geben unserem Gehirn den Befehl: Entspann dich!

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