Was hilft wirklich gegen unreine Haut?

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die dich darin unterstützen können, ein reineres Hautbild zu bekommen. Doch zunächst ist es wichtig, die Ursachen zu erkennen, die für dein Hautbild verantwortlich sind.

In den meisten Fällen ist unreine Haut bis zum Alter von etwa Anfang zwanzig ganz normal und häufig der Hormonumstellung während der Pubertät zu „verdanken“. Verbessert sich das eigene Hautbild über diese Lebensphase hinaus aber nicht, muss man andere Ursachen in Betracht ziehen.

Ganz klar ist: Wer sich einseitig ernährt (zu viel Zucker und Fett), wenig an der frischen Luft ist und viel Alkohol, Nikotin und Koffein konsumiert, riskiert, öfter mal von unreiner Haut geplagt zu werden. Auch anhaltende emotionale Belastungen können sich negativ auswirken. Stress belastet auch die Haut.

Auslöser Hormone

Auch hormonelle Umstände nach der Pubertät spielen eine Rolle. Manchmal kommt es bei Frauen zu hormonellen Schwankungen (Östrogenmangel) während des Zyklus oder z.B. nach Absetzen der Pille oder wenn sie das Präparat häufig wechseln. Bei Männern ist wiederum das Hormon Testosteron schuld an den Hautunreinheiten. Frauen sollten auch mal ihren Hormonstatus checken lassen, wenn grobe Hautunreinheiten auftreten: Es könnte der Testosteron-Anteil im Blut erhöht sein. Das kann mit Medikamenten ausgeglichen werden.

Hauttyp bestimmen

Zunächst schau dir genau an, wie stark bei dir Pickel, Mitesser oder Rötungen der Haut ausgeprägt sind. Hast du eher eine fettige oder eine Mischhaut? Diese Fragen sind wichtig, da unterschiedliche Hauttypen auch unterschiedliche Pflege benötigen. Beobachte auch genau über einen Zeitraum von 8 Wochen und länger, wann Hautunreinheiten besonders stark auftreten. Es könnten auch Ernährungsfehler, schädliche Lebensmittelzusätze, Medikamente oder Allergien dahinter stecken.

In einem weiteren Schritt solltest du dir überlegen, mit welchen Mitteln du bei der Hautpflege vorgehen möchtest. Sollen es Hausmittel oder Naturkosmetik sein?

Hausmittel und Naturkosmetik gegen unreine Haut

Hausmittel sind der Naturkosmetik sehr nahe und haben durchaus ihre Berechtigung. Sehr gut wirksam ist zum Beispiel Heilerde. Dieses mineralische Pulver kannst du mit Wasser zu einer Art Paste verrühren und auf die unreine Haut auftragen. Diese Behandlung ist vor allem für sehr fettige Haut zu empfehlen. Denn Heilerde wirkt entfettend, reinigt die Poren von Talg und anderen Verschmutzungen und hat darüber hinaus eine entzündungshemmende Wirkung.

Ähnlich verhält es sich mit Zink. Durch die desinfizierende Wirkung des Zinkoxids werden deine Poren in erster Linie von Bakterien befreit, sodass sich deine Haut regenerieren und reiner werden kann. Allerdings trocknet Zinksalbe die Haut sehr aus. Manche Cremes, die Zink enthalten, haben daher eine besonders starke Feuchtigkeitskomponente mit dabei.

Auch Aktivkohle (erhältlich in Apotheken und Drogeriemärkten) soll gegen Akne helfen, da sie die Poren reinigt. Finger weg allerdings vor selbstgemachten Masken, die mit Alleskleber angerührt sind!

Es lohnt sich aber auch Blick in die Welt der Pflanzen. Geeignete Extrakte helfen der Haut auf eine besonders schonende Weise. Je höher die Konzentration eines Pflanzenextraktes in einer Creme oder einem Gel ist, desto besser ist natürlich die Wirkung.

Sehr gerne arbeiten Kosmetikkonzerne mit Aloe Vera – es reinigt und kühlt zugleich. Kamille ist ebenfalls ein bewährtes Hausmittel. Du kannst deine Haut zum Beispiel mit Kamillentee reinigen und Pickel mit einem abgekühlten Teebeutel betupfen.

Eine Neuheit aus dem afrikanisch-orientalischen Raum ist der Einsatz von Weihrauchextrakt in Mitteln gegen unreine Haut. Weihrauch ist eine Mischung aus ätherischen Ölen und Harzen, die aus dem Boswellia sacra-Baum gewonnen werden. Dieser Stoff zeigt eine bemerkenswerte entzündungshemmende Wirkung und empfiehlt sich daher bei entzündlichen Hautzuständen. Genauso wird dieser Extrakt auch bei reifer und beanspruchter Haut eingesetzt.

Im Zweifel zum Arzt

Kommt man mit Hausmitteln und Naturkosmetik aber gar nicht weiter, hilft nur der Weg zur Hautärztin. Durch Blutuntersuchungen, spezielle Hautanalysen und Anamnese-Gespräche stellt sich oft heraus, dass die Ursachen noch viel komplexer sind. Oft müssen dann Medikamente eingesetzt werden – manchmal ist sogar eine Psychotherapie notwendig.